«Hilfe anzunehmen war für mich der entscheidende Schritt»

Burnout trifft oft Menschen, die leistungsbereit, engagiert und verantwortungsvoll sind. So auch Günther. Hoher beruflicher Druck, schlaflose Nächte und zunehmende Erschöpfung führten ihn an seine Grenzen. In der Privatklinik MENTALVA fand er Schritt für Schritt zurück in ein Leben mit mehr Stabilität, Lebensqualität und innerer Ruhe.

Von Karin Huber

Wer gesund ist und mitten im Leben steht, denkt in der Regel nicht daran, selbst einmal psychisch zu erkranken. Auch Günther ging es so. Er war beruflich stark eingespannt, leistungsorientiert und über Jahre hohen Belastungen ausgesetzt. Dass er irgendwann nicht mehr konnte, kam nicht von einem Tag auf den anderen – und traf ihn dennoch mit voller Wucht.  Heute blickt er offen auf diese Zeit zurück. Und auf einen Weg, der schwierig war, ihn aber auch vieles gelehrt hat.

Als der Druck unerträglich wurde

Günther arbeitete im Bankenumfeld in einem anspruchsvollen Tätigkeitsbereich mit hohem Tempo und grosser Verantwortung. Lange funktionierte er – auch dann noch, als er längst spürte, dass die Belastung an ihm zehrte. «Ich hoffte darauf, die Situation würde sich wieder von selbst beruhigen.»

Doch mit internen Umstrukturierungen und wachsendem beruflichem Druck verschärfte sich seine Lage zunehmend. Seine Stelle fiel weg, neue Perspektiven innerhalb des Unternehmens entsprachen weder seinen Vorstellungen noch seinem fachlichen Hintergrund. Die Unsicherheit nahm zu. Gleichzeitig wollte er keinesfalls «einfach auf die Strasse gestellt werden». Der innere Druck stieg immer weiter.

Der totale Zusammenbruch

Über Wochen fand Günther kaum noch Schlaf. Schlafmittel wurden zu ständigen Begleitern. Er war erschöpft, innerlich angespannt und immer weniger belastbar. Schliesslich explodierte eines Tages wie bei einem Dampfkochtopf das «Sicherheitsventil» und es kam zum Zusammenbruch.

Nach einer Notfalleinweisung ins Spital und psychiatrischer Abklärung erhielt er die Diagnose Burnout. In dieser akuten Phase erlebte er sich selbst kaum wieder: «Ich fühlte mich hilflos, antriebslos und wie ferngesteuert. Diese Erfahrung war für mich zutiefst erschütternd. Vor allem, weil sie zeigt, wie schnell seelische Gesundheit ins Wanken geraten kann.»

Als Günther in die Privatklinik MENTALA wechselte, war er in einem sehr fragilen Zustand. Medikamente belasteten ihn zusätzlich, Gespräche fielen ihm schwer, und selbst einfache Alltagssituationen überforderten ihn zeitweise. Nach einer Anpassung der Medikation und mit einer eng begleiteten Behandlung stabilisierte er sich langsam. Und er fühlte sich hier von Anfang an gut aufgehoben.

«Die Betreuung in der Privatklinik MENTALVA erlebte ich als ganz hervorragend, die Therapien waren teilweise ungewohnt, aber wirklich hilfreich.»

Neue Zugänge zur eigenen Gesundheit

Im Verlauf seines Aufenthalts lernte Günther verschiedene therapeutische Ansätze kennen. Dazu gehörten Gesprächstherapien ebenso wie Musiktherapie, kreative Methoden, Meditation, Yoga, Qi Gong, Bewegung und Physiotherapie. «Insbesondere die Musiktherapie mochte ich sehr, da ich selbst ein Instrument spiele. Auch die traditionelle chinesische Medizin hat mir sehr geholfen, meine Schlafprobleme zu lindern.»

Nach zehn intensiven Therapie- und Genesungswochen fühlte sich Günther stabil genug, in seinen Alltag zurückzukehren. Gemeinsam mit seinem behandelnden Psychiater sowie seinem Arbeitgeber wurde besprochen, wie eine Rückkehr ins Berufsleben gelingen könnte Der interne Stellenwechsel wurde so erneut zum Thema und als eine konkrete Lösung in Sicht kam, fiel spürbar Druck von ihm ab.

Günther startete mit einem reduzierten Pensum in einer neuen Funktion und baute seine Arbeitsfähigkeit schrittweise wieder aus. Bis heute ist für ihn klar: «Diese Veränderung war zentral für meine Erholung. Zwar war sie mit einer Lohneinbussen verbunden – dafür gewann ich aber etwas Wesentliches zurück: Lebensqualität.»

Heute geht es Günther wieder gut. Er braucht keine Schlafmittel mehr und nur noch wenig medikamentöse Unterstützung. Rückblickend sieht er seine Erkrankung als Wendepunkt. Sie hat ihm die Augen geöffnet – für sich selbst, aber auch für den Umgang mit Belastung in der Arbeitswelt. Was er aus dieser Zeit mitnimmt, bringt er heute auf einen einfachen, aber wichtigen Punkt: «Hilfe anzunehmen war für mich der entscheidende Schritt.»

MENTALVA PRIVATKLINIK

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Cecilia Kuhn
Mitarbeiterin Administration

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Mitarbeiterin Administration

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Die MENTALVA nimmt Sie mit einer Grundversicherung plus einer Privat- oder Halbprivat-Versicherung sowie als Selbstzahler auf. Im Zusatzversicherungsbereich sind je nach Krankenversicherung bestimmte Krankheiten ausgeschlossen oder die Übernahme der Kosten ist zeitlich begrenzt. Ihre Kostenbeteiligung hängt von Ihrem Versicherungsvertrag ab.

Wir empfehlen Ihnen sich vorgängig bei Ihrer Krankenversicherung über die gedeckten Leistungen und Ihre Kostenbeteiligung zu erkundigen. Wir stellen beim Eintritt ein Gesuch um Kostengutsprache Ihrer Krankenversicherung und Ihres Wohnkantons. Diese Koordination erfolgt durch uns.

Die Suiten stehen neben Selbstzahlern auch Privat- und Halbprivatversicherten gegen einen Aufpreis zur Verfügung.

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