Burnout – Wenn Erschöpfung zum Dauerzustand wird

Ständige Erreichbarkeit, hoher Leistungsdruck und wachsende Anforderungen im Beruf wie im Privatleben bringen viele Menschen an ihre Grenzen. Burnout ist kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern meist das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem Belastung, Überforderung und das Zurückstellen eigener Bedürfnisse zur chronischen Erschöpfung führen.

Wenn Engagement in Erschöpfung kippt

Ein Burnout beginnt oft nicht mit einem Paukenschlag, sondern leise. Wer betroffen ist, gilt nach aussen häufig als belastbar, engagiert und leistungsbereit.

«Gerade Menschen, die Verantwortung übernehmen und hohe Ansprüche an sich selbst stellen, laufen Gefahr, die eigenen Grenzen über längere Zeit zu ignorieren», beobachtet Dr. med. Enrico Frigg, Chefarzt der Privatklinik MENTALVA.

Berufliche Anforderungen, Termindruck und die Erwartung permanenter Verfügbarkeit verstärken diesen Prozess zusätzlich. Doch auch familiäre Belastungen, etwa Care-Arbeit, Konflikte oder dauerhafte Überforderung im Alltag, können Menschen in einen Zustand tiefer Erschöpfung treiben.

«Auch eine alleinerziehende Mutter kann unabhängig von einem Arbeitsverhältnis in ein Burnout geraten.»

Dr. med. Enrico Frigg

Mehr als nur müde

Typisch für Burnout ist ein schleichender Verlauf. Am Anfang stehen oft Müdigkeit, innere Unruhe und eine wachsende Reizbarkeit. Gleichzeitig versuchen viele Betroffene, im Alltag weiterhin zu funktionieren und Professionalität zu wahren. Genau darin liegt die Gefahr: Die Überlastung bleibt lange unsichtbar — für das Umfeld, manchmal auch für die betroffene Person selbst. Wird dieser Zustand nicht erkannt, kann sich die Krise zuspitzen und im schlimmsten Fall in eine schwere Depression münden. Der Unterschied ist wichtig: Während ein Burnout als Entwicklung über längere Zeit beschrieben wird, zeigt sich eine Depression als klinisches Gesamtbild, das jedoch ebenfalls in anhaltenden Belastungssituationen wurzeln kann.

«Burnout ist kein individuelles Versagen, sondern ein ernstzunehmendes Warnsignal.»

Dr. med. Enrico Frigg

Bei einem Burnout ist es wichtig, frühe Anzeichen ernst zu nehmen und Unterstützung zu suchen. Ne-ben ärztlicher Begleitung und Psychotherapie können auch ergänzende Methoden helfen, etwa körper-orientierte oder kreative Therapieformen, die helfen, Spannungen zu lösen und wieder Zugang zu den eigenen Ressourcen zu finden. Entscheidend ist jedoch vor allem eines: ehrlich mit sich selbst zu sein. Wer merkt, dass die Kraft nachlässt und die innere Anspannung nicht mehr weicht, sollte nicht warten, bis nichts mehr geht. Frühzeitige Hilfe kann verhindern, dass aus Überforderung eine tiefe Krise wird.

Porträt von Dr. med. Enrico Frigg

Dr. med. Enrico Frigg

Dr. med. Enrico Frigg ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und seit Januar 2024 Chefarzt der Privatklinik MENTALVA. Bereits seit mehreren Jahren prägt er die medizinische und therapeutische Arbeit der Klinik in leitender Funktion mit.

Sein Schwerpunkt liegt auf tiefenpsychologischen und analytischen Therapieansätzen nach C. G. Jung, ergänzt durch komplementärmedizinische Methoden. Seine vielseitige berufliche Erfahrung in Psychiatrie, Forschung und Medizin fliesst in einen ganzheitlichen Blick auf die Behandlung ein.

Weitere spannende Geschichten:

MENTALVA PRIVATKLINIK

Bereit für Ihren Aufenthalt?

In einem persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam Ihre Situation, beantworten Ihre Anliegen und unterstützen Sie bei der Vorbereitung Ihres Aufenthalts. Kontaktieren Sie uns – wir sind gerne für Sie da.

Cecilia Kuhn
Mitarbeiterin Administration

Doris Rizzi
Mitarbeiterin Administration

KOSTENÜBERNAHME

Klärung der Versicherungsdeckung

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist eine obligatorische Schweizer Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung nach KVG) sowie eine entsprechende Spitalzusatzversicherung für die halbprivate oder private Abteilung (nach VVG).

Patientinnen und Patienten mit einer Schweizer Grundversicherung sind bei uns ebenfalls herzlich will-kommen. Sie haben die Möglichkeit, ihren Aufenthalt in der Privatklinik MENTALVA mit einem selbst finanzierten Upgrade auf die halbprivat oder privat zu ergänzen.

Wir empfehlen Ihnen, sich vorgängig bei Ihrer Krankenversicherung über die gedeckten Leistungen und die Kostenbeteiligung zu erkundigen.

Die Privatklinik MENTALVA holt vor dem Klinikeintritt die Kostengutsprache bei der Krankenkasse ein und entlastet Sie so von den administrativen Aufgaben.

Auch Patientinnen und Patienten aus dem Ausland können sich in der Privatklinik MENTALVA behandeln lassen. Unsere Administration erstellt Ihnen gerne eine individuelle Offerte für Ihren Aufenthalt.

Therapieangebot

Bereit für Ihren Aufenthalt?

Bereit für Ihren
Aufenthalt?

In einem persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam Ihre Situation, beantworten Ihre Anliegen und unterstützen Sie bei der Vorbereitung Ihres Aufenthalts. Kontaktieren Sie uns – wir sind für Sie da.

Cecilia Kuhn
Mitarbeiterin Administration

Doris Rizzi
Mitarbeiterin Administration

Bereit für Ihren Aufenthalt?

CURRICULUM VITAE

Dr. med. Enrico Frigg

Qualifikationen / Diplome

  • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Krisenintervention und Abklärungen
  • Psychotherapeutische Behandlung mit Schwerpunkt Tiefenpsychologie
  • Analytische Psychotherapie nach C. G. Jung
  • Komplementärmedizin
  • Nahtoderfahrungen

Werdegang

  • Ab Januar 2024
    Chefarzt, Privatklinik MENTALVA, PDGR
  • Juli 2023 – Dezember 2023
    Co-Chefarzt, Privatklinik MENTALVA, PDGR
  • 2017 – Juni 2023
    Leitender Arzt, Privatklinik MENTALVA, PDGR
  • 2015 – 2016
    Oberarzt, Ambulanter Psychiatrischer Dienst Chur, PDGR
  • 2012 – 2014
    Assistenzarzt, Sozialpsychiatrisches Ambulatorium Horgen, Sanatorium Kilchberg
  • 2010 – 2012
    Assistenzarzt, Ambulanter Psychiatrischer Dienst Chur, PDGR
  • 2008 – 2009
    Assistenzarzt, Psychiatrische Poliklinik, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern
  • 2007 – 2008
    Assistenzarzt, Psychiatriezentrum Hard, Embrach
  • 2006 – 2007
    Assistenzarzt, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
  • 2004 – 2005
    Postdoktorand, Labor für Zellbiologie der Retina, Universitätsspital Zürich
  • 2001 – 2004
    Senior Scientist und Projektmanager, Prionics AG, Schlieren
  • 1999 – 2001
    Assistenzarzt, Augenklinik, Universitätsspital Zürich
  • 1996 – 1999
    Wissenschaftliche Mitarbeit, Institut für Neuropathologie, Universitätsspital Zürich
  • 1996
    Staatsexamen, Universität Zürich

Sprachkenntnisse

  • Deutsch (Muttersprache)
  • Englisch (fliessend)
  • Italienisch (fliessend)
  • Französisch (fliessend)
This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.